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Reform des Spenden- und
Gemeinnützigkeitsrechts
Steuerfreie Ehrenamtspauschale
Erhöhung Übungsleiterfreibetrag
Erleichterter Spendennachweis
Einführung einer steuerfreien Ehrenamtspauschale von 500,00 EUR
Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich, die nicht bereits durch andere Vorschriften begünstigt sind, bleiben nach dem neuen 3 Nr. 26a EStG bis maximal 500 im Jahr steuerfrei. Mit dem Freibetrag wird pauschal - also ohne Vorlage von Einzelnachweisen - der Aufwand im Zusammenhang mit dem Ehrenamt abgegolten (sog. Aufwandspauschale).
Von der Neuregelung profitieren alle, die in Vereinen ehrenamtlich tätig sind und - z.B. als Vereinsvorstand, Feuerwehrgerätewart oder Zeugwart - eine Aufwandsentschädigung erhalten. Sie müssen ihre Aufwendungen (z.B. für Porto, Telefon, Fahrtkosten) nicht länger einzeln gegenüber dem Finanzamt nachweisen. Das gilt auch für Eltern, die ihre Kinder und Mannschaftskameraden zum Sport fahren.
Unser Tipp:Wenn die als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbaren Aufwendungen höher sind als der Freibetrag, können Sie die tatsächlich entstandenen Aufwendungen nachweisen oder glaubhaft zu machen.
Bitte beachten: Der Freibetrag kann nicht zusätzlich zu den Steuerbefreiungen für Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen ( 3 Nr. 12 EStG) oder dem Übungsleiterfreibetrag beansprucht werden.
Wichtig: Anders als bei der zunächst geplanten Förderung für unentgeltliche Tätigkeiten setzt die steuerfreie Ehrenamtspauschale die Erzielung von Einnahmen voraus. Wer unentgeltlich für einen kleinen Verein tätig ist, der keine Aufwandsentschädigung zahlen kann, profitiert nicht von der Pauschale. Weiterer Unterschied: Der Abzug erfolgt nicht von der Steuerschuld, sondern von der steuerlichen Bemessungsgrundlage.
Quelle: steuertip vom 06.10.2007
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